WP-450 als Kopfhörer - Musik und Film

Ohrmuschel WP-450

Den folgenden Leistungsabschnitt habe ich in drei verschiedene Hauptthemen unterteilt. Kopfhörer müssen in den Disziplinen Musik/Film das beste leisten. Also spielt das Bluetooth Headset von Creative Elektro, Rock, Pop und Klassische Stücke ab. Beim Anhören eines Films werden besonders Dialoge und Actionszenen begutachtet. Ein Headset dagegen muss per Skype, IP-Telefonie und im mobilen Einsatz funktionieren. Let´s fetz!

Als Audioplayer fungiert foobar2000 in der 1.1.10 Version. Die Übertragung der Audiodateien erfolgt mittels Creative BT-W1 Bluetooth Dongle. Die Kopfhörer müssen sich gegen einen Stereo-Aufbau des Teufel Theater 1 behaupten.

Das WP-450 Headset auf Elektro

The Chemical Brothers - Galvanize (MP3 mit 192 kbps bei 32000 Hz)
Bei 30 Sekunden und ab 1:11 hört man mit den Kopfhörern eine klare Hintergrundstimme. Diese hatte ich vorher noch nie so deutlich und exakt wahrgenommen. Hört man sich den gleichen Titel über die Lautsprecher an, nimmt man die erwähnte Stimme nur sehr reduziert wahr.

Pronobozo - Full Flex (MP3 mit 192 kbps und 48000 Hz)
Mit den Kopfhörern entsteht ein starker "Mittendrinn Eindruck". Dieser kann subjektiv von den Lautsprechern nicht übertroffen werden. Der Titel gefällt mir mit Kopfhörern besser!

Prodogy - Outer Space (MP3 mit 128 kbps und 44100 Hz)
Der Frequenzumfang ist aufgrund der 128 kbps etwas eingeschränkt. Dies hört man! Der Gesang verschwimmt deutlich mehr innerhalb der Synthesizer als bei einer höheren Qualität. Die Darstellungsqualität der Kopfhörer bleibt gut aber ich ärgere mich an dieser Stelle deutlich, dass ich früher viele Titel nicht in höherer Qualität kopiert habe.

Als etwas härtere Gangart habe ich mir Aslan Faction - Event Decay [Feindflug Remix] (MP3 mit 192 kbps bei 44100 Hz) ausgesucht.
Hier erzeugen die Kopfhörer zu Beginn einen deutlich geringeren Bass als die Lautsprecher. Allerdings können viele Feinheiten im Hintergrund sehr deutlich heraus gehört werden. Insgesamt freue ich mich auf die folgende Testdisziplin!

Fazit Elektro: Bei dieser Art von Musik, müssen nicht sonderlich viele Details dargestellt werden. Besonders der Mitten/Tieftonbereich wird überdurchschnittlich stark in Anspruch genommen. Das gelingt dem WP-450 ausgezeichnet.

WP-450 rockt

Gibt man bei Google die Suchphrase "Metalcore Band" ein landet man fast unweigerlich auf einer Auflistung von 36 Crazyfists an. One More Word (MP3 mit 192 kbps und 44100 Hz) beginnt mit einigen Störgeräuschen. Der Wechsel zwischen rechter und linker Ohrmuschel samt Phasenverschiebung (Mitte bis Tiefton) wirkt gigantisch.

Von As I Lay Dying gibt es ein gigantisches Test-Lied. Surrounded (MP3 bei 192 kbps und 44100 Hz) geht nur 51 Sekunden aber deckt wirklich ein interessantes Spektrum ab. Das anfängliche Drum-Solo verteilt sich perfekt auf den rechten und Linken Kanal. Der Gesang sticht deutlich hervor aber übertönt das Schlagzeug nicht. Allerdings könnte der Bass etwas Druckvoller sein. Auch die Stimme wirkt fast ein wenig zu klar.

Bei - Eyes of a criminal (MP3 | 192 kbps | 44100 Hz) ist ebenfalls eine Links/Rechts Verschiebung hörbar - mit Lautsprechern fast nicht wahrnehmbar. Diese hört sich mit Kopfhörern einfach super an. Das Gitarrensolo in der Mitte des Tracks ist extrem klar!

Eine höhere Übertragungsrate schlägt sich sofort in einer höheren Qualität nieder. So geschehen bei Diecast und der Ballade The Coldest Rain bei einer variablen Rate von mindestens 192 kbps bis zu rund 260 kbps (MP3 | 44100 Hz). Die Stimme ist extrem klar, das Klavierstück wirkt sehr dynamisch. Der Tempowechsel ab 2 Minuten 37 Sekunden wir perfekt gemeistert. Das Klavier ist noch immer hörbar, auch wenn es deutlich von den Gitarren und Schlagzeugklängen lautstärketechnisch übertrumpft wird. Hört man sich das Stück auf den Lautsprechern an, ist die Dynamik noch etwas gravierender. Die Höhen sind deutlich klarer und man bemerkt, dass der Mittenbereich der WP-450 stärker ist.

Im Gegensatz hierzu wirkt ein AAC - Track mit variabler Datenrate (120 bis 150 kbps) noch etwas fülliger. Das Gitarrenstück May von Texas in July wirkt fröhlich unaufgeregt. Alle Passagen werden wirklich voll und komplex wieder gegeben.

Ganz erschreckend wird es allerding, wenn man sich ein mit 80 kbps (22050 Hz) kodiertes Stück (Tomorrow) von The Nothing Remains anhört. Die Kopfhörer machen in dem Fall nichts falsch aber es klingt einfach nicht gut. Alle Töne gehen in einem Brei aus Mitten über. Kein Bass, keine Höhen sind auszumachen. Dennoch werden einzelne Instrumente sehr gut getrennt abgebildet. Die Solo-Passage bei 1:15 klingt noch am besten, da hier nur ein Instrument abgebildet wird.

"Je besser die Lautsprecher sind, desto höher sollte die Qualität der Lieder sein". Dies spiegelt sich bei den Kopfhörern von Creative sehr gut wieder. MP3s mit einer hohen Bandbreite klingen besser! Die Unterschiede sind deutlich gravierender als bei anderen Kopfhörern.

Die Ballade "No Saving Me" von Walls of Jericho ist in dem Fall für mich ein echter Grasmesser Bei 320 kbps (MP3 | 44100 Hz) dürfte der normaler Hörer keine Unterschiede feststellen.

Mit seinen langsamen Passagen ist das Stück eine perfekte Überleitung in den klassischen Bereich.

Klassik ein echter Gradmesser für Kopfhörer

Man darf sich vom Namen der Band nicht in die Irre führen lassen. Denn Heaven Shall Burn lassen in Deyjandi Von Violinen und ein Piano für sich sprechen. Komponiert wurde das Lied von "Ólafur Arnalds" und der Titel hat Unrecht, denn die Hoffnung stirbt nicht! Das Lied klingt einfach wunderbar! Obwohl ich zum ersten mal leichtes "Knackern" in den höheren Lautsträkebereichen (MP3 | etwa 200 kbps | 44100 Hz) vernehmen musste. An den WP-450 liegt dies allerdings nicht! Nur hört man diese Fehler im Track mittels Kopfhörer viel deutlicher. Auf jeden Fall muss ich bereits an dieser Stelle sagen, dass mit die Abstimmung der Kopfhörer sehr gut gefällt.
Schiller mit Lang Lang (Time for dreams) unterstützen diese Meinung. Der Bass wirkt sehr gut dosiert, einzelne Höhen und Passagen sind so feinfühlig, dass man schlicht Gänsehaut bekommt!

Gerade günstige Kopfhörer (Vergleich: Paranello Uni Beats) erzielen im Zusammenspiel aus wenig Bass und leisen Tönen nur sehr unzureichende Ergebnisse. Die Ergebnisse wirken sehr steril und unlebendig. "Dürfen" allerdings endlich Bässe ausgestrahlt werden, wie es bei Schiller geschieht, dann werden die Hohen Töne fast vollkommen vernachlässigt. Aus den Grund erinnere ich mich lieber "daran, wie es sein kann" und höre mir Adoro - Du erinnerst mich an Liebe (MP3 |192 kbps | 44100 Hz) mit den WP-450 von Creative zu Ende an.

WP-450 poppt und rappt sich zum Sieg?

Für diese Disziplin musste ich im Musikschrank meiner Freundin wildern. Doch was charakterisiert Popmusik?

Lady Gagas Pokerface klingt gut. Die Wechsel zwischen Tiefen und Höhen gelingen sehr gut. Insgesamt erscheint mir diese Auswahl als geringer Gradmesser. Dann schon eher Kanye West mit Love Lockdown. Gerade zu Beginn einen extremen Bass und doch eine sehr klare Stimme. Die Tiefen werden gut, wenn auch nicht überragend abgebildet. Dies wird der Tribut an die klare Abstimmung sein. Allerdings stellen die Paranello Unibeats auch nicht viel mehr Bass dar.

Wenn wir gerade bei Bass sind! "Mos Def & Massiv Attack - I against" wird gerne dazu benutzt die Bassbox des Auto ans Limit zu treiben. Hiermit sollten sich doch Unterschiede aufzeigen lassen? Ja, Bass mag das Headset von Creative nicht besonders. Bei dem Titel wirkt der Tieftonbereich etwas einseitig. Es fehlt die Fülle. Das Druckvolle! Allerdings wird das restliche Lied in einer Ruhe vorgetragen, die es wieder sehr sympathisch macht!

WP-450 Headset
WP-450 Headset

Musikgenuss mit dem Creative WP-450

Obwohl das Creative Headset Musik nicht über ein Kabel empfängt klingt es sehr gut. Die Bässe könnten etwas druckvoller sein aber durch die Klarheit der restlichen Passagen wird dieser Mängel wieder wett gemacht. Das WP-450 fühlt sich in allen Genres wohl. Der Gesamteindruck ist immer ausgewogen. Gerade bei langsamen Liedern wird ein außergewöhnliches "Mittendrin" Erlebnis erzeugt, was man bei einer Lautsprecherkombination nur in sehr hohen Pegeln erreicht.