Sechs DDR2 Speicher im Vergleich

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Aufgrund der sehr positiven Resonanz auf unseren ersten RAM-Test und weil wir es natürlich versprochen haben, suchten wir uns einen passenden Unterbau und das fröhliche Takten sollte beginnen.

takeMS 667er 2x1GB

Doch bevor wir an der Taktschraube der einzelnen Modelle gedreht haben, musste noch ein anderer Aspekt untersucht werden. Im erwähnten vorangegangenen Test hatten wir eine eigenartige Feststellung gemacht. Der 800er Speicher von TakeMS ist im Vergleich zu seinen Konkurrenzmodellen in jeder Disziplin um einige „Punkte“ geschlagen wurden. Laut Aussagen des Herstellers dürfte dies an der JEDEC konformen SPD-Programmierung liegen. Man meinte weiterhin, ein auf 667Mhz ausgelegtes Kit spielt auf jeden Fall in der gleichen Liga. Aber Worte sind Schall und Rauch, wir wollten uns lieber selbst davon überzeugen.

Für diesen Zweck haben wir das neue Kit natürlich auch erstmal auf das ASRock gesteckt und die benötigten Werte ermittelt. Die SPD Latenzen betrugen konservative 5-5-5-15 (21) wodurch wir ganze 181s warten mussten bis unser Film fein gepackt war. Auch die anderen Werte lagen allesamt unter denen, die wir damals erreicht haben. Also haben wir nicht lange gefackelt und gleich einmal unsere gewohnten Latenzzeiten ausgetestet: 4-4-4-10. Da diese auf Anhieb liefen, waren wir nun auf die Werte der einzelnen Testprozeduren gespannt. Unser gewohntes File wurde in 173s gepackt und in 77s wieder „aufgemacht“. Dies entspricht quasi genau den Werten der damaligen Konkurrenz und auch alle anderen Tests (Pi. 95S, Everest [read] 5440MB/s [write] 2225MB/s, SiSoft Sandra Bandbreite 4923MB/s; Latenz: 100,4ns) entsprechen denen der anderen Hersteller.

Der daraus resultierende Schluss, wer wirklich nur auf aktuelle Leistungsaspekte schaut, sollte auf jeden Fall passende Arbeitsspeicher kaufen. Wenn das Mainboard nur 667er RAM unterstützt, ist es unter diesem Gesichtspunkt besser auch nur solchen RAM zu kaufen, da ein „Heruntertakten“ von 800 auf 667 zwar in der Regel ohne Probleme funktioniert, aber man eben den ein oder anderen Prozentpunkt an Leistung verschenkt. Möchte man aber ein etwas zukunftssicheres Modell erwerben, falls man in der Computerbranche ein solches Wort benutzen kann, sollte wohl doch gleich zu einem größeren Exemplar greifen. Die Leistung, die man zunächst verliert, sieht man wohl mehr oder weniger nur unter speziellen Bedingungen.

Weil wir einmal das genannte Mainboard zur Verfügung hatten, haben wir darauf natürlich die gleichen Tests vollzogen. Und weil wir zudem die Möglichkeit hatten etwas an der Taktschraube zu drehen, haben wir diese Chance auch genutzt. Inwiefern dieses Unterfangen erfolgreich war, kann man wohl am besten der Tabelle entnehmen.

takeMS 667er 2x1GB Verpackung
takeMS 667er 2x1GB Detail
takeMS 667er 2x1GB montiert

Bemerkenswert sind besonders die angegeben Latenzen von gerade einmal 5-5-5-15 und dennoch konnten wir die Module locker mit 4-4-4-10 betreiben. Auf unserem ASRock sowie auf dem Foxconn Board. Dies hängt sicherlich wieder mit der schon oft angesprochenen JEDEC konformen Programmierung zusammen, aber ist natürlich ein interessanter Fakt für einen ambitionierten PC-Nutzer. Welchen Unterschied dies in den verschieden Anwendungsbereichen machen kann, sollte die bereits gezeigte Tabelle auch sehr gut verdeutlichen. Eine acht sekündige Packzeitverringerung, nur durch die Verminderung der Latenzwerte sollte hier Bände sprechen. Die Taktrate konnten wir zwar noch auf 677Mhz erhöhen, aber dieser Unterschied ist einfach zu gering um eine wirkliche Veränderung spüren zu können, also sollte man hier lieber alles bei den Standardwerten belassen.