Frauen und Technik
Sind Sie schon einmal mit Ihrer Frau einkaufen gegangen
und wollten einen MP3-Player erwerben? Sie können auch gerne Frau durch Freundin und den Musikabspieler durch: Digitalkamera, TV-Gerät, Handy oder ähnliche technische Dinge ersetzen. Alle Einkaufsprozeduren fühlen sich auf jeden Fall ähnlich an.
Man beginnt zumeist mit der eigentlichen Idee. Das weibliche Wesen möchte einen Ratschlag, weil es sich ein technisches Gerät zulegen möchte. Man(n) lässt sich breitschlagen den Einkaufsberater zu mimen und läuft mit Ihr los. Nachdem man im Shopping-Zentrum angekommen ist und die ersten zwei Schuhläden, sowie die wichtigsten Klamottenmeilen hinter sich gelassen hat, kann man auch endlich den Elektronikmarkt betreten. Nun wendet sich das Blatt und der männliche Käufer wird an jeder Ecke von multimedialen „Schnickschnack“ abgelenkt. Wer hierfür etwas Zeit gewinnen möchte kann seine Frau für etwa fünf Minuten im Hifi-Raum parken, sollte Sie aber tunlichst dort nicht vergessen. Sollte man anschließend tatsächlich den Bereich mit den MP3-Playern – dieser gilt nach wie vor Synonym für andere Gerätschaften – erreicht haben, so ist letztlich alle beratende Liebesmüh umsonst. Hat man die holde Weiblichkeit nicht schon vorher für ein bestimmtes Objekt sensibilisiert, hat man aktuell keine Chance mehr. Wie ferngesteuert wird automatisiert der pink-farbene Player (Bsp.: Ipod nano) angeschaut. Oder die rosane Digitalkamera (Bsp.: Nokon Coolpix S60), oder das rote Mobiltelefon (Bsp.: Sony Ericsson W910i), oder das schwarze, funkelnd und glitzernde Noname-Gerät, oder aber ... . Was es auch sein mag, es ist irgendwie typisch Frau. Die männlichen Leser werden sich nun teilweise bestätigt fühlen, die weiblichen geifern womöglich vor sich hin: „Das ist doch gar nicht wahr“ und im tiefsten Inneren wissen Sie dennoch; es stimmt einfach oft. Möchte man(n) also in naher Zukunft einer Frau etwas Gutes tun, so ist es ratsam seine eigenen Wünsche abzustreifen. Es ist einfach nicht wichtig, dass mit Hilfe des Equalizers der Klang verbessert werden kann, eine manuelle Blendenwahl gewisse Vorteile bietet oder UMTS ein wichtiges Handy-Feature ist. Viele Hersteller haben dies schon vor geraumer Zeit erkannt aber wir Männer müssen dies meist noch lernen. Die meisten Geräte kann man bereits in den unterschiedlichsten Farben erwerben, andere werden speziell für Frauen entwickelt. Es gibt teilweise gar eigene Firmenabteilungen, die sich mit solchen Phänomenen beschäftigen. Selbstverständlich gibt es auch bei diesen Punkten einige Ausnahmen; da muss der Laptop plötzlich eher unauffällig sein und darf unter keinen Umständen zu sehr auffallen. Aber einen gemeinsamen Nenner kann man sich allemal merken: Bei der Entscheidungsfindung spielt das Design zumeist die entscheidendste Rolle!











Kommentare
Klaro, die einfache Art, mit
Klaro, die einfache Art, mit Klischees den Beifall ebenso gradlinig Denkender zu erhaschen: einfach dumme, boulevardeske Vorurteile unbedacht übernehmen. Auswirkungen? Scheißegal, sind doch eh nur verkaterte Emanzen, die nicht über so toastbrotartige Schubladen lachen können. Frauen und Technik, wie ausgelatscht kann man heutzutage wertvollen Raum füllen! Der Schreiber muss wahrscheinlich das kleine "Ego" etwas heben und tippert wissend lächelnd ein paar anerkannte (von Vorreiter Mario Barth, kennste, ne?) Lächerlichkeiten ein. Ob der Autor tatsächlich den erstellten oder bedienten Zusammenhang "Frau" und "Technik" je hinterfragt oder durchdacht hat - das gehört zum Über-den-Tellerrand-schauen. Teller gehören aber in die Küche; dafür sind also, trotz absoluter Weltfremdheit und Ahnungslosigkeit, Frauen zuständig.
Unterm Strich, Glückwunsch, dass Du mit den paar wenigen Synapsen, die Du in dem Beitrag bewiesen hast, noch eine Tastatur bedienen kannst.
"boulevardesque" wird das
"boulevardesque" wird das unterschiedliche Verhalten von Frauen und Männern des öfteren mal thematisiert. Da hast du sicher recht.
Ich lese diesen Beitrag als eine Art selbstreflexive empirische Beobachtung (was ich z.B auch daran erkenne, dass im Beitrag keine direkte Wertung des Beobachteten angestrebt wird - ganz im Gegensatz zu deinem Kommentar, den ich sehr gradlinig und nicht "über den Tellerrand" verstehe.)
Der wahrgenommene Wert ("percieved value") eines Produktes setzt sich bei Frauen und Männern nun mal unterschiedlich zusammen. Das ist kein Vorurteil, sondern Realität. Der Autor dieses Beitrags sucht nach einem Weg, dies zu akzeptieren, oder besser damit umgehen zu können - das ist jedenfalls das, was ich aus diesem Text mitgenommen habe. Letztendlich ist es ein Wertekonflikt. Was Person A "wichtig" findet, ist für Person B oft unwesentlich.
Lesetipp für dich: http://www.shirky.com/weblog/2010/01/a-rant-about-women/
Schade das man durch den
Schade das man durch den Namen keine Stellung zum Geschlecht des Kommentators bezieht. So könnte eine etwaige Antwort sicherlich direkter ausfallen. Dieser Artikel wurde klar als Kolumne deklariert, demnächst wandert er sicherlich eher in den Blog-Bereich und gibt mehr oder weniger eine normale Shoppingtour mit meiner Frau wieder. Diese wurde im Anschluss übrigens gefragt, was sie zu diesem Umstand beifügen möchte und hat sogar das Ende selbst geschrieben: "Viele Frauen achten nun mal lieber auf das Design eines technischen Gerätes, als auf die Funktionalität". Der Kontext sollte in diesem Bezug nur aussagen, dass Männer beim Einkaufsberater ab und an ihre eigenen Bedürfnisse zurückschrauben sollten und ein wenig zuhören müssen, was ihre Frau/Freundin denn tatsächlich möchte.
Ich verstehe persönlich zwar nicht, wieso dies sofort ein verbalen Angriff erfordert, wollte den Kommentar aber dennoch nicht unkommentiert veröffentlichen.