Batterien aufladen: Der Test

Für unseren ersten Versuchsaufbau haben wir die Batteriekiste herausgekramt. In dieser befinden sich verbrauchte Speicher, die eigentlich längst entsorgt sein sollten. Also kurz vier Stück mit einem handelsüblichen Batterietester untersucht und für leer empfunden - zumindest befand sich der Zeiger im roten Bereich. Im Gerät angekommen leuchteten zunächst alle LEDs auf, um dann in einem roten Dauerleuchten zu verweilen. Nach etwa vier Stunden musste die Farbe einem Grün weichen. Sind die Batterien nun tatsächlich wieder voll?
Und tatsächlich schlug die Nadel des Testers nun deutlich stärker aus - der grüne Bereich wurde tangiert. Das Gerät soll also wirklich funktionieren!? Zumindest suggeriert dies der erste Testlauf. Beginnen wir also mit dem zweiten Lauf.
Hierfür stöberten wir erneut in unserer "Altbatterie-Box" und suchten nach ganz unterschiedlichen Herstellern. Bevor diese austangierten Exemplare in die Haltevorrichtung gesteckt wurden, haben wir dessen Spannung mittels eines Multimeters von Voltcraft überprüft. Zur Verdeutlichung haben wir die Ergebnisse tabellarisch aufbereitet.

Batterie-Sorte/ Firma Spannung (vorher) Spannung (nachher)
Rubin I 1,21 Volt 1,37 Volt
Rubin II 1,21 Volt 1,40 Volt
SuperEnergy I 1,08 Volt 1,60 Volt
SuperEnergy (AAA) 1,07 Volt 1,28 Volt
Ikea I 1,24 Volt 1,41 Volt
Ikea II 1,11 Volt 1,27 Volt
Kodak I 1,47 Volt 1,54 Volt
Kodak II 1,47 Volt 1,69 Volt
Panasonic (AAA) 0,40 Volt 0,18 Volt
Ikea (AAA) 0,82 Volt 0,48 Volt

Die Vorher-/Nachherwerte sprechen eine klare Sprache. Wenn die Batterien eine gewisse Mindestspannung von um die 1,00 Volt aufweisen, können diese tatsächlich wieder reaktiviert werden. Bei niedrigeren Werten, testen konnten wir es mit 0,84 Volt, sinkt die Spannung im Anschluss weiter. Die Batterien werden im Grunde noch weiter entleert. Überraschend fanden wir entstandene Spannungsspitzen. Einige Exemplare verfügten nach der Ladung über 1,65 Volt, obwohl AAA-Batterien nur 1,5 Volt bergen sollten. Ob dies nun schädlich ist?
Tendenziell könnte es tatsächlich sein, dass sich solche Batterien schneller entladen, da Sie die Stromstärke ja deutlicher „raushauen“. Wenn mehrere solcher Exemplare in Reihe geschalten werden könnte es passieren, dass das jeweilige Gerät eine Überspannung erhält. Aber, wer misst eigentlich gekaufte Stromlieferer nach?

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Das Prinzip der Ladung

Das Prinzip der Ladung basiert auf asyncronem Wechselstrom. Vor ca. 30 Jahren wurde in der DDR-Heimwerkerzeitung Practic (http://de.wikipedia.org/wiki/Practic) eine nachvollziehbare Bauanleitung veröffentlicht, mit der man sich für wenige Ostmark relativ problemlos ein solches Ladegerät selber bauen konnte, um die damals handelsüblichen Zink-Kohle-Batterien wieder aufzuladen.