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Testberichte
Autor: René Schröter |
Foxconn N68S7AA |
veröffentlicht am: 09.10.2007 |
Leistung:
Ein, zwar nicht unwichtiger, Kritikpunkt sind die verschiedensten Leistungsaspekte einer Hauptplatine. Dennoch möchten wir hier nicht mit einer farbenfrohen Palette an Spielebenchmarks aufwarten, da dies für unser Empfinden ein wenig an dem Charakter vorbei geht. Der Chipsatz soll der multimediale Unterbau eines Rechenknechtes sein und soll dafür genügend Anschlüsse und Einstellmöglichkeiten aufwarten. Die Leistung eines USB oder LAN Ports empfinden wir hier viel wichtiger als ein oder zwei Prozent mehr bei F.E.A.R. Das Motherboard wechselt man in den meisten Fällen einfach deutlich weniger oft, als andere Komponenten á la Grafikkarte.... Natürlich darf auch bei diesem Boliden eine integrierte Soundeinheit nicht fehlen. In diesem Fall entstammt diese aus dem Hause Realtek; der Chip trägt die Bezeichnung: ALC888 und unterstützt 7.1 HD Audio. In den Tests erreicht sie eine ähnliche Leistung, wie bei vergleichbaren PCI Soundkarten, aber gerade im Bereich des Geräusch-Pegels und des Lautstärkeumfangs kann der Onboard-Sound nicht mehr mithalten. Außerdem ist die CPU Belastung bei hochwertigen Berechnungen deutlich größer und zudem können gar nicht alle Dinge umgesetzt werden.
Im Test der USB-Geschwindigkeit konnten wir mit einem USB Stick bzw. einer Festplatte einen Burst Speed von etwa 35MB/s erreichen. Das durchschnittliche Lesetempo betrug fast 33MB/s oder 25,5MB/s bei der getesteten HDD. Das gleiche Modell haben wir auch noch per Firewire angeschlossen und erhielten in dem gleichen Test auch identische Werte. Einzig bei der vorher erwähnten Burst-Geschwindigkeit konnten wir eine Steigerung von knapp 4MB/s auf 39,2MB/s erzielen.
Beim benchen der beiden Gigabit LAN Anschlüsse konnten wir zweimal eine Übertragungsgeschwindigkeit von 38 MB/s erreichen. Eine intern angeschlossene SATA II Festplatte von Seagate (Barracuda 7200.10 320GB 16MB) erreichte einen Durchsatz von sehr guten 73 MB/s.
Auch wenn wir ungern Spiele auf Ihre Leistungsskalierung mit einem Mainboard testen, bedeutet dies nicht auch, dass wir keine Taktungsversuche übernommen haben. Für diese Zwecke stellt das Bios umfangreiche Einstellungsoptionen zur Verfügung. Der FSB-Takt (QDR) kann von 400 auf utopische 2500Mhz in 1er Schritten angehoben werden. Beim Speichertakt kann man sich zwischen 400 und 1400Mhz austoben und sogar der Weg von der Northbridge (NB [SPP]) zur Southbridge (SB[MCP]) und umgekehrt kann in einem Bereich von 200 bis 1000Mhz in 200er Schritten verändert werden. Wem dies noch immer nicht genug ist, der kann sich auch noch an der Feineinstellung der PCI Express Leitungen versuchen; 100 bis 200Mhz in 1Mhz Stücken. Doch all dies bringt einem nichts, wenn nicht auch die Spannungen erhöht werden können.
- V-Core: +0.0125V bis +0.2500V (in 0.0125V)
- Speicherspannung:1.6914V bis 2.3771V (in 0.0457V)
- Speicher Abbruch Spannung:0.8317V bis 1.1689V (in 0.0225V)
- MCP Spannung: 1.500V bis 1.875V (in 0.025V)
- SPP Spannung1.1174V bis 1.5704V (in 0.0302V)
- VLDT Spannungen:1.1174V bis 1.5704V (in 0.0302V)
Takten:
Gerade bei letzterer Modifikation stellte sich uns zunächst die Frage, was verstellt man hier eigentlich. Nach einer längeren Recherche haben wir herausbekommen, es wird sich wohl um die Hyper Transport Spannung handeln, also dem Interface zwischen SB und NB, was durchaus Sinn macht, da man ja auch dessen Takt erhöhen kann. Soviel zumindest zu den Worten, nun wollten wir auch Taten sehen und stachelten unseren alten Intel D930 auf Höchsttakt an. Dabei verwendeten wir einen handelsüblichen Noctua NH-U12 Kühler, um alltagstauglich zu bleiben.
Der größte Vorteil des NVIDIA 680i Chipsatzes im Vergleich mit einem Intel Exemplar (965/P35/X38) ist das unabhängige Einstellen der Ramgeschwindigkeit vom Front Side Bus. So kann man auch bei günstigerem Arbeitsspeicher relativ problemlos einen hohen Prozessortakt erreichen. Leider hatten wir in solchen Fällen ein paar Probleme mit der Foxconn-Software; beim Wechsel eines FSB Wertes hatten wir mit Abstürzen zu kämpfen, wodurch wir gezwungen waren alle Werte im Bios zu verstellen. Wenn man hier einen Fehler gemacht hat, quittierte dies das Mutterbrett mit einem schwarzen Bildschirm. Und schon wird man den ungünstigen Jumper verfluchen ;). Denn nur ein „Biosreset“ konnte den PC wieder zum Leben erwecken. Anschließend musste man leider alle Veränderungen neu einstellen, da das Bios keine Speichermöglichkeit bietet.
Da wir das Board auf Grund eines Ramtestes erhalten haben, hatten wir natürlich auch genug Versuchskaninchen um den Speicher als limitierenden Faktor ausschließen zu können. Also haben wir zunächst diesen in der Kombination ans Limit gebracht und dann versucht den FSB auf solch einen ähnlichen Wert anzuheben. Den Höchstwert konnten wir anschließend bei 3930Mhz markieren, bei einem festen Multiplikator von 15. Man konnte zwar ein Betriebssystem starten, aber dieses lief nicht vollkommen stabil, was aber oberste Priorität aufwies, also mussten wir den FSB bis auf 1030Mhz herabsetzen. Der Speicher sollte immer synchron laufen. Somit hatten wir am Ende einen Takt von 3,862Ghz erreicht und konnten anhand dessen unsere bewerten Benchmarks und testen.
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