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Gehäuse
Autor: J. Schwarz |
Lian Li PC6077 |
veröffentlicht am: 19.09.2006 |
Eigenschaften:
Der Tower bietet bis zu sieben externe Laufwerksschächte wobei man sich mit sechs zufrieden geben muss, wenn man auf ein Floppylaufwerk nicht verzichten möchte. Intern kann man maximal drei Festplatten verbauen, hierfür werden jedoch Spezialschrauben benötigt, welche aber in ausreichender Anzahl vorhanden sind. Man kann in den freien Floppyschacht natürlich auch noch eine Festplatte einbauen, wenn man will und dadurch Platz für ein viertes Exemplar schaffen. Hier wird schon deutlich, dass der PC6077 sehr variabel ist und man viel Raum zum Exerimentieren hat.
Besonderheiten:
Besonderheiten gibt es bei dem Lian Li PC6077 wirklich viele. Unter anderem hat das Gehäuse serienmäßig Staubfilter, deren praktischer Nutzen sich zwar in engen Grenzen hält aber immer noch besser ist als gar nichts. Die Staubfilter sind im Boden und vor den Festplatten verbaut, wobei nur vor den Festplatten auch die Möglichkeit besteht einen Lüfter (und nicht wie bei den anderen Modellen der 60er Serie von Lian Li zwei Lüfter) zu verbauen.
Weiter hat der Tower serienmäßig bereits drei 80mm Ventilatoren verbaut, die erstaunlicher Weise auch noch relativ leise ihren Dienst verrichten. Die Lüfter sind an verschiedenen Stellen im Gehäuse verbaut und nicht wie sonst üblich direkt unter dem Netzteil. Eine Öffnung für 80mm Lüfter ist in der Decke verbaut, was einer hervorragende Wärmeabfuhr gewährleistet und sich in der Praxis als überaus effektiv erweist. Um den Lüfter in der Decke „passiv“ zu unterstützen zieht sich über die gesamte Länge der Decke eine Art Rahmen die exakt die Breite eines ATX Netzteil aufweist. Dieser Rahmen ist insofern sinnvoll ,dass er den Sog des Lüfters direkt über die Wärmequellen beschränkt, was dadurch natürlich eine schnellere Wärmeabfuhr zur Folge hat. Dieser Rahmen hat jedoch einen beträchtlichen Nachteil! Er ist so exakt auf die breite von ATX Netzteilen zugeschnitten, so dass ein Netzteil was auch nur 2mm breiter ist nicht mehr passt und dies is bei Netzteilen keine Seltenheit! So war es uns beispielsweise nicht möglich ein Power Supply mit einem Silikonrahmen zu entkoppeln, weil es dann aufgrund der angesprochenen Vergrößerung (in dem Fall um circa 2mm) nicht mehr in das Gehäuse gepasst hätte.
Hier hat Lian Li es mit der Genauigkeit unserer Ansicht nach etwas übertrieben.
Der zweite Lüfter befindet sich direkt vor den Festplatten und sorgt so für eine gute Kühlung der Datenträger. Das dritte Exemplar befindet sich direkt unter dem Netzteil, wo auch noch Platz für einen weiteren 80mm Lüfter ist. Der Luftzug des Cases ist bei dieser Bestückung mit Lüftern wohl das beste was man zur Zeit bekommen kann. Ob die CPU-Temperatur wirklich um 14°C kühler ist als in gewöhnlichen Towern, wie von Lian Li beworben, darf aber ruhigen Gewissens bezweifelt werden und wird wenn überhaupt dann auch nur unter optimalen Bedingungen erreicht. Aber so verhält es sich nun mal mit Werbeslogan, alles ist möglich aber in der Realität eher schwierig reproduzierbar.
Ein anderer großer Pluspunkt des PC 6077 ist das alle Festplatten automatisch durch Gummiringe entkoppelt werden, man kann sie zwar nur mit „Spezialschrauben“ montieren, dies stellt aber nur ein sehr geringes Problem dar, weil viele von diesen mitgeliefert wurden.
Desweiteren werden im von uns getesteten Gehäuse fast ausschließlich Thumscrews eingesetzt; sei es für die PCI bzw. AGP Karten, die Seitenteil oder das Netzteil und den herausziebaren Mainboardschlitten.
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