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CeBIT
Autor: René Schröter |
CeBIT 2008: SuperTalent | Maxpoint | AMD | Corsair |
veröffentlicht am: 15.03.2008 |
AMD [rs]
Wie ist der aktuelle Stand der Dinge? Was gibt es neues im Rahmen der CeBIT?
Michael Schmid: Wir haben eine lauffähige CPU der 45nm Schiene der Öffentlichkeit vorgestellt und werden diesen Ende des Jahres veröffentlichen.
Kann zu diesem Zeitpunkt auch mit einer DDR3 Unterstützung gerechnet werden?
Michael Schmid: Sobald DDR3 Preise dem von aktuellen DDR2-Speichermodulen ebenbürtig sind, wird auch AMD solche einsetzen können. Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist dies einfach noch nicht Massenmarkt tauglich!
Ist dies auch die Begründung für eine, im Vergleich zu Intel, solch späte Einführung dieser neuen Technologie?
Michael Schmid: Ganz genau, wir versuchen den Massenmarkt zu bedienen. Unserer Mitbewerber dagegen bedient zurzeit mit den 45nm Modellen das High-End Segment.
Wird es in naher Zukunft ein „Kerne-Wettrüsten geben“?
Michael Schmid: Mit unseren nativen Quadcore Modellen haben wir sicherlich einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, aber zu einem Wettrüsten soll es nicht kommen. Dem Heimanwender würden mehr Kerne wegen der mangelhaften Softwareunterstützung auch noch zu wenig.
Wie wichtig ist der Server- im Vergleich zum Retailmarkt? Könnte man überhöht sagen, dass der zweite ein Resultat des ersten ist?
Michael Schmid: Dies kann nicht in Zahlen ausgedrückt werden, beides sind wichtige, aber dadurch auch eigenständige Bereiche.
Lohnen sich Produkte wie die BlackEdition rein für den Übertakter / Enthusiastenmarkt aus marktwirtschaftlicher Sicht?
Michael Schmid: Sicherlich ist dies nach wie vor ein rentables Geschäft, aus welchem Grund wir auch weiterhin solche Modelle veröffentlichen werden. (Anmerkung: Der O-Ton sprach von einem Phenom 9650) Zudem positionieren uns diese Varianten gut im Segment.
Stichwort: Phenom 9x50. Wann kann mit dessen Markteinführung gerechnet werden und wie sehr hat der TLB-Bug dem Ansehen von AMD in der Öffentlichkeit geschadet?
Michael Schmid: Das geflügelte Wort des TLB-Bugs hat uns vor allem im Servermarkt behindert. Nur in diesem Bereich ist die reine, 100% ige Stabilität in jeder Lage von größter Bedeutung. Dennoch konnte der Fehler außerhalb des Labors nie festgestellt werden, wodurch die Kundschaft schon von Anfang an verprellt wurde. Es war sicherlich nicht der günstigste Schachzug in dieser Phase so ehrlich zu sein und während der Vorstellung gleich von einem Problem zu reden. Jede CPU, sei es welche aus dem Hause und AMD, beinhalten einige Fehler, die in bestimmten Situationen auftreten könnten. Nur finden diese in den seltensten Fällen eine direkte Erwähnung. Mit dem neuen Stepping, welches schon im April erscheinen soll, möchten wir dieses Missgeschick wieder ausbessern.
Wird es ein B4-Stepping geben?
Michael Schmid: Zurzeit konzentrieren wir uns voll und ganz auf das folgende B3-Stepping. Dieses bereinigt unter anderen den bekannten Fehler, aber könnte zugleich auch höhere Taktraten erlauben. Ein Nachfolger ist noch nicht bekannt.
Dies hört sich alles soweit gut an, aber nützt nichts wenn AMD übernommen werden sollte. Was ist an diesem Gerücht dran?
Michael Schmid: Gar nichts, denn es würde dem etwaigen Übernahmekandidat nicht viel bringen. Dennoch hat es den Aktien einen Aufschwung bereitet! (Anmerkung: Ein Schelm wer hier an ein Kalkül, seitens der Presse denkt)
Was gibt es Neues im Open Source Bereich von AMD (Stichwort Grafik Treiber für Linux) und wie erfolgreich sind bisherige Entwicklungen?
Michael Schmid: Die Akzeptanz bestätigt unseren Schritt. Wir haben das Entwicklerteam bereits auf 50 Mitarbeiter vergrößert; werden also auf jeden Fall weiterhin in diesen Bereich investieren. Außerdem nehmen wir bereits an weiteren Open-Source Projekten teil. (Anmerkung: z.B.: Framewave Project)
Während dem Gespräch wurde uns ein Call of Duty 4: Modern Warfare auf einem 30“ Eizo Display gezeigt. Mit einer Auflösung von 2560x1600 ruckelfrei zu spielen, war schon ein tolles Erlebnis. Bewerkstelligt wurde dies von einem Crossfiresystem aus zwei HD370 X2.
Corsair [rs]
Nach dem Gespräch sind wir zusammen noch ein wenig durch die Hallen spaziert und letztendlich am Corsair-Stand gelandet. Dort wurde uns noch die gute Performance mit den neuen Mainboardchipsätzen bestätigt: „Wir haben einfach 4GB RAM verbaut, eingeschaltet und alles funktionierte“ konnte man hier hören.
Dem gegenüber präsentierte der Speicherspezialist noch ein lauffähiges DDR3-Set mit den Latenzen von 8-8-8-24 (CAS-tRCD-tRP-tRAS). Diese lief laut Aussagen von CPU-Z bei sagenhaften 2133Mhz, was zudem auch gut das Potential der neuen Technik zeigt. Wie Stabil die ganze Geschichte letztendlich war/ist steht auf einem anderen Blatt.
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