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Kolumnen
Autor: Peter Meinhardt | P.W. |
CeBIT 2008: ASRock, Intel |
veröffentlicht am: 10.03.2008 |
Intel [pw]
Mit welchen Entwicklungen können wir in naher und ferner Zukunft rechnen?
Martin Strobel:Der Nehalem wird mit Sicherheit noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Ein Jahr weiter gedacht planen wir einen „Tick“ (Anmerkung: siehe hierzu „Tick-Tock-Modell“), also einen Die-Shrink des „alten“ Kernes auf 32nm. Das Jahr 2010 soll schließlich mit einer neuen Prozessorarchitektur antreten und nativ im 32nm Verfahren gefertigt werden. Dieser Rhythmus soll anschließend weiter geführt werden. Also erneut eine Verkleinerung des „alten“ Cores, in dem Falle auf 22nm um mit dem gewonnen Know-How eine neue Architektur in dieser Größe fertigen zu können.
Also kann man sagen Moores-Law hat noch ein paar Jahre bestand?
Martin Strobel:Wir testen bereits noch kleinere Fertigungsverfahren (16nm) und experimentieren weiterhin mit neuen Stoffen und Verbindungen. Hafnium ist hier nur ein Beispiel.
Zurück zu diesem Jahr, in welchen Geräten kann man mit der neuen Atom-Prozessorfamilie rechnen?
Martin Strobel:Wir würden es begrüßen, wenn der aktuelle Prozessor im E³ verwendet wird aber diese Entscheidung liegt ganz alleine bei ASUS. Die Nachfolgenden Modelle werden sicherlich weiter Einzug in Multimediale Wegbegleiter finden. Smartphones der nächsten Generation (Anmerkung: Herr Strobel hält solch ein Exemplar in den Händen) sind geplante Einsatzgebiete.
Gerade das C1-Stepping des Q66 war für sein enormes Taktpotential bekannt, wieso bringt Intel dann aber nicht größere Varianten davon heraus?
Martin Strobel:Durch den 45nm Nachfolger wäre dies eher ein Rückschritt gewesen. Zudem hätte es die Prozessorvielfalt nur weiter unnötig aufgebläht.
Wie lange benötigt überhaupt eine CPU in der Herstellung vom Waver bis zum Package?
Martin Strobel:Die CPU Produktion liegt zw. vier und zwölf Wochen abhängig von der Zielsetzung. Am Anfang wird meistens schneller produziert um auch schneller möglichst viele Chargen zu erhalten die man testen kann, danach kann der Prozess länger dauern wenn man z.B. hochqualitative Dies für High-End-CPUs benötigt, wie dem Extreme Edition.
Wieso ist der Zeitintervalle von neuen Mainboardchipsätzen verkürzt wurden?
Die Neuerungen des X48 sind ja auch eher im Detail zu suchen, FSB1600 werden wohl auch ältere Boards mit Bios Update unterstützen, wann kann man mit etwas neuem, "bahnbrechendem" rechnen?
Martin Strobel:Ja der Größte Unterschied vom X38 zum X48 ist die FSB 1600 Unterstützung, dies wird seitens Intel garantiert und auch zertifiziert. Es geht also um verantwortungsbedingte Tendenzen. Wenn Boardhersteller meinen per BIOS update auch auf dem X38 Chipsatz, FSB 1600 anzubieten dann ist es deren Problem wenn es nicht korrekt beim Endnutzer läuft, nicht unser. Wir geben nur den X48 für FSB 1600 frei. Der dazugehörigen Prozzesoren z.B. der QX9770 und entsprechenden Chipsätze werden noch im März erwartet.
(Anm. d. Red.: Nach Rücksprache mit einigen Boardpartnern wird sich dies aber deutlich in den April verschieben)
Zur Zeit haben wir zwei Fabriken im Betrieb die in 45nm produzieren, zwei weitere sind geplant.
Könnte man einige neue Dinge über den Multicore-Prozessor Larrabee erfahren?
Martin Strobel:Diese werden im Finanzbereich, technisch/ wissenschaftlicher Forschung und Visualisierung eingesetzt. Die ersten öffentlichen Demos z.B. für Raytracing laufen bereits.
Wann kann mit der Markteinführung gerechnet werden?
Martin Strobel:Frühestens im Jahr 2009.
Das größte Manko wird sicherlich unter anderen die Treibergestaltung sein, bringen hier die Erfahrungen aus den Onboardchipsätzen genügend Vorteile?
Martin Strobel:Content ist immer sehr wichtig. SDKs sind möglich und wohl auch durchaus wahrscheinlich.
Wie sehr hat der teilweise Missglückte Versuch, den BTX-Standard zu forcieren, dem Unternehmen "geschadet"?
Martin Strobel:BTX ist ein etablierter Standard und es bleibt den Partnern und Herstellern überlassen diesen zu Nutzen. In Komplettsystemen geschieht dies weiterhin sehr häufig.
Wie war die GC für Intel mit ihrer ersten großen Pressekonferenz auf der GC und wird Intel auch 2008 wieder eine veranstalten?
Martin Strobel:Dies hängt davon ab, ob wir zu dieser Zeit etwas neues auf den vorstellen „möchten“. Ein Quadcore im Notebooksegment wäre eine realistische Möglichkeit.
Was hält man von der Entscheidung des BIU, keine Messe mehr in Leipzig zu veranstalten?
Martin Strobel:Da wir viele E-Sport Angelegenheiten unterstützen war und ist die Games Convention ein Pflichttermin für uns. Wir konnten viel durch die Spieler lernen und sind gerne nach Leipzig gefahren
Links sieht man einen aktuellen Quadcore-Prozessor mit und ohne „Schutzschild“. Die Mitte wird von einem einzelnen Die verschönert und ganz oben rechts kann man einen Atom im direkten Vergleich bewundern
Da in den Medien gerne davon berichtet wird, dass die Games Convention nach Köln zieht, möchten wir noch zwei Sätze dazu sagen. Dies wäre nur die halbe Wahrheit. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware hat lediglich beschlossen, im Jahre 2009 den Standort Leipzig nicht weiter zu unterstützen. Man hat nun neue Pläne in und mit Köln. Dennoch bedeutet dies nicht, dass die „richtige“ GC damit nicht auch weiter in der Messestadt bleiben kann. Viele Hersteller überlegen dieses Event dennoch zu besuchen aber dies bedarf sicherlich einiger Verhandlungen! Wir werden abwarten müssen was die großen Köpfe hierzu austüfteln.
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