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Kolumnen
Autor: Marvin Frommhold / René Schröter |
Vorpressekonferenz zur Games Convention 2006 |
veröffentlicht am: 22.07.2006 |
Bald ist es soweit. Die größte und wichtigste Messe rund um die interaktive Unterhaltung, allen voran Computer- und Videospiele, steht wieder vor der Tür. Vom 24. - 27. August öffnet die Leipziger Messe ihre Pforten zur Games Convention 2006. Um schon jetzt erste wichtige Informationen und Details zur bereits zum fünften Mal stattfindenden Messe herauszugeben, fand am Donnerstag, dem 20. Juli 2006, um 10Uhr eine Vorpressekonferenz in der DB-Lounge des Leipziger Hauptbahnhofes statt.
Die Veranstaltung wurde moderiert von der Pressereferentin der Leipziger Messe Frau Susanne Heusler. Nach ein paar kurzen Sätzen übergab sie das Wort an Herrn Josef Rahmen.
Josef Rahmen (Geschäftsführer der Leipziger Messe): |
Zuerst äußerte er sich zu allgemeinen Informationen rund um Videospiele. Laut seinen Angaben spielen knapp ein Drittel aller Deutschen regelmäßig Videospiele. Im letzten Geschäftsjahr hat die Videospiele-Branche 1,3 Milliarden Euro Umsatz verbuchen können. Allein in Deutschland wurden 2005 ca. 41 Millionen Computerspiele verkauft.
Im zweiten Teil gab er Details zur diesjährigen GC preis. So werden knapp 2000 Journalisten erwartet. Die Ausstellungsfläche ist nun auf insgesamt 90.000qm angestiegen und man hofft auf bis zu 150.000 Besuchern. Dieses Mal ist man vor allem auf die Probleme der letzten Jahre eingegangen. Dazu gehört, dass man mehr Vorverkaufsstellen eingerichtet hat, um den Ansturm zum Wochenende und die somit sehr langen Schlangen zu vermindern. Des Weiteren hat man die Hallen neu aufgeteilt. So befindet sich ab sofort pro Halle nur noch ein großer Konsolenhersteller, da nach den Erfahrungen bei denen der größte Ansturm herrscht. Auf Grund dieser Verteilung hofft man, dass sich die Engpässe in den Röhrenzugängen von der mittleren Glashalle in die einzelnen Ausstellungshallen verringern.
Das Ende seiner Redezeit wurde abrupt durch eine doch sehr laute Bahnhofsdurchsage der Deutschen Bahn beendet. Dies sorgte für eine heitere Stimmung im Saal.
Angela Schierholz (Projektdirektorin der GC): |
Nachdem die Durchsage beendet war und wieder Ruhe im Raum einkehrte, äußerte sich Frau Schierholz zu den Projekten und Veranstaltungen rund um die Messe. So wird dieses Jahr zum ersten Mal auch das Freigelände für Aussteller-Aktionen und einen Freisitz genutzt. Bis jetzt haben sich schon 361 Aussteller angemeldet, dies sind bis jetzt schon 28% mehr als im letzten Jahr und laut den Erwartungen sollen es noch bis 400 werden, da die Anmeldezeit noch bis Ende Juli läuft.
Ebenfalls neu ist GC-Art – eine Zuwendung der GC hin zur Kunst. Gleich drei Ausstellungen zu diesem Thema wird es geben. So wird in Halle 4 die Wanderausstellung „Mythos Pong“ des Computerspielemuseums Berlin präsentiert. Zitat: „Wir zeigen auf 1.000 Quadratmetern Fläche rund 30 Exponate zum Thema Pong“. So wird unter anderem ein experimentelles Spielfeld gezeigt, um zukünftige Mensch-Computer-Schnittstellen zu entwickeln. Ebenso wird man ein Pong-Spiel für Blinde zu sehen oder besser zu fühlen bekommen.
In unmittelbarer Nähe erwartet den Besucher eine weitere Ausstellung – die Machinima-Galerie. Machinima setzt sich dabei aus „machine“, „cinema“ und „animation“ zusammen und bezeichnet Filme, die mit Hilfe von Game-Engines erstellt wurden. Ermöglicht wird das ganze durch das vom Leipziger Physiker und Programmierer Uwe Girlich entwickelte Programm LMPC (Little Movie Processing Centre). Dem Besucher werden hier allerlei Produktionen der letzten Jahre präsentiert. Außerdem besteht die Möglichkeit an einem von täglich stattfindenden Workshops teilzunehmen.
Die dritte Ausstellung „Almost real: Digital Beauties/Character Design“ stellt den Betrachter immer wieder vor die Frage „Real“ oder „Virtuell“. Sie zeigt, was kreative Köpfe heutzutage alles mit dem Computer schaffen. Ein Maler der Kunst- und Designhochschule Burg Giebichenstein wird ein Motiv aus Unreal auf 12qm Hallenboden bannen.
Natürlich ist auch die alljährlich vertretene Sonderausstellung „Casemodding@GC“ mit vertreten. Es wird somit mehr als genug zu sehen und zu bestaunen geben.
Wieder wurden, extra für die GC, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn, zwei Sonderzüge, einmal von Köln und einmal von München, eingerichtet. Das Bahn-Ticket, das in allen DB-Reisezentren und Verkaufstellen mit DB-Lizenz (56-64€ München-Leipzig, 52-61€ München-Leipzig; es wird auch Ermäßigungen für Schüler, Studenten usw. geben) erworben werden kann, berechtigt gleichzeitig auch zum Eintritt. Ebenso gibt es ein Online-Forum auf der Website, um den eigenen Aufenthalt in Leipzig usw. mit anderen unkompliziert zu organisieren.
Rund um die Messe wird es dieses Jahr ebenfalls sehr viele Möglichkeiten geben. So wird es wieder ein Eröffnungskonzert im Gewandhaus zu Leipzig geben, das innerhalb weniger Tage restlos ausverkauft war. Es werden von einem Orchester Spiele-Soundtracks vorgetragen, wovon wir bei der Pressekonferenz schon einen kleinen Vorgeschmack bekommen haben. Erstmals wird auch ein Stück an der Schuke-Orgel des Gewandhauses gespielt. Durch das Programm wird der Pro-Sieben Moderator Steven Gätjen führen. Die Festrede wird dann Will Wright halten, Erfinder der Sims, von SimCity und SPORE. Mehr Infos dazu kann man auf der GC-Website GC-Website oder der Website des Gewandhauses nachlesen. Ein weiteres Highlight ist „The Dome meets Games Convention“. So wird es Konzertbesuchern möglich sein, mit einem Kombi-Ticket für 24,90€ tagsüber die Messe zu besuchen und dann abends auf das Konzert zu gehen. Für die Leute, die am Samstagabend nach der Messe dann noch eine Runde das Tanzbein schwingen wollen, wird es erstmals ein Special Edition des legendären Leipziger Honky Tonk Musikfestivals geben. Bands und Djs präsentieren, in rund 50 Locations und auf drei Open Air Bühnen, handgemachte Musik verschiedenster Stilrichtungen: von Pop, Rock, Latin, Funk über Jazz und Party-Hits ist alles dabei. Weitere Informationen dazu findet man ab Ende Juli auf www.honky-tonk.de .
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