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Kolumnen
Autor: René Schröter | Marvin Frommhold |
CeBIT 2006 - Interviews |
veröffentlicht am: 24.04.2006 |
Ganz nach dem Motto, „Wer feiern will muss auch arbeiten“, machten wir uns auch am Sonntag wieder auf den Weg zur CeBIT. Und genau dieser begann mit einem Interviewtermin bei Cooler Master.
Zunächst führte uns Christian Neis obligatorisch die neusten Produkte vor. Ganz oben stand dabei ein wahres Monstrum, ein 1,2kg schwerer 240er (2x 120mm Lüfter) Kühler. Er stellt ganz klar das "nonplusultra" von Cooler Master dar und so verwundert ein angestrebter Verkaufspreis von 69€ nicht sonderlich. Leider steht ein Verkaufsstart noch nicht fest.
Natürlich werden in nächster Zeit noch einige kleinere Exemplare folgen, genaueres konnten wir diesbezüglich noch nicht in Erfahrung bringen. Der sehr erfolgreiche Wavemaster, hat von uns damals den Testsieg eingefahren, bekommt einen Nachfolger. Obwohl dies nicht ganz richtig ist, denn bis auf den Namen (Wavemaster 2) hat dieser Tower kaum etwas mit dem vermeintlichen Vorgänger gemeinsam. Es handelt sich eher um ein Produkt für den Mainstreammarkt und wird so auch mit einem Kampfpreis von 89€ ausgestattet. Neben weiteren Gehäusen, wurden auch für CM neu, externe HDD-Lösungen präsentiert. Des Weiteren wurde auch das Wasserkühlungssegment ein wenig aufgestockt. Dennoch bleiben weiterhin Firmenkunden die Hauptabnehmer. Das "Gamer-Segment" soll auch in Zukunft nicht bedient werden. Einem anderen Hype, dem der modularen Netzteile, will Cooler Master wegen der fehlenden CE Prüfung nicht verfolgen und legt somit mehr Wert auf einen hohen Wirkungsgrad. Auch bei diesem Thema kristallisierten sich erneut die länderspezifischen Unterschiede heraus: Skandinavien und die Benelux Länder sind eher leistungsorientiert, wogegen Deutschland meist ein leises Produkt bevorzugt. Dies wird auch einer der Hauptgründe sein, wieso sich der HTPC nur langsam dem heimischen Wohnzimmern nähert. Sie sind zu laut oder die Kühlleistung ist nicht ausreichend, wäre dies gegeben, käme noch der Fakt der mangelnden Software hinzu. Dennoch steigen die Absatzzahlen kontinuierlich, genau wie im fast schon tot geglaubten BTX Bereich.
Das nächste Jahr wird also einige Weichen stellen und Cooler Master mischt kräftig mit, denn es wartet noch eine Überraschung auf die Konsumenten. Wir konnten nur soviel in Erfahrung bringen: Kupfer und Gehäuse könnten sich in der ein oder anderen Gestalt vereinen. Ein Tower nur aus diesem Material wird wohl zu schwer werden, aber ein Seitenteil zum besseren Wärmetransport ist durchaus möglich. Eine Nummer kleiner gedacht könnte man sich aber auch eine kupferne "Festplattenhülle" vorstellen oder ein... .
Gleich nebenan befand sich der Stand von Raidsonic und so konnten wir gleich weiter im Themengebiet recherchieren. Ganz besonders und dies wohl vorwiegend aus privatem Interesse wollten wir mehr über HDD-Gehäuse mit LAN-Anschluss in Erfahrung bringen und so kam es, dass uns Herr An-Nian-Lin für ein Interview zur Verfügung stand. Zunächst wurde uns ein neues Raid 1+2 Stardom(SR3610), vorgestellt, welches natürlich auch einen RJ45-Port sein eigen nennt. Doch mit einem Preis von 250€ richtet es sich leider eher an kleine Unternehmen als an einen Privathaushalt. Hierfür hat Raidsonic aber auch einige neue Produkte anzubieten. So kommt bald ein externes 3.5" Gehäuse auf den Markt, welches einen eigens dafür entwickelten, chiporientierten Controller aufweist. Dieser soll etwa dreimal schneller sein als das herkömmliche Pendant. Jedoch treibt das auch den Preis des Cases in die Höhe. Der UVP soll zunächst bei circa 120€ liegen, aber wenn es gut angenommen wird sollte dieser recht schnell gestutzt werden. Dafür muss er aber auch das halten, was das Datenblatt vespricht und so wird es wohl in naher Zukunft einen Test darüber geben. :) Eine zweite wichtige Anschlussfrage wollten wir bei der Gelegenheit auch noch beantwortet wissen, setzt sich eher USB oder FireWire durch? Und die Antwort überraschte uns natürlich total: Wenn es nach Raidsonic geht wird keiner der beiden Standards die Oberhand gewinnen, sondern S-ATA als externer Anschluss.
Als letztes noch eine Informationen, die wir zwischen unseren Terminen sammeln konnten.
Zwischendurch hat es uns zum Stand von Novell gelockt. Einer unsere Mitarbeiter ist begeisterter Linux-User und wollte sich mal den OpenGL-gestützten Desktop Xgl präsentieren lassen. Das ganze lief sehr flüssig und hat auch einige nützliche Features wie Zoom oder transparente Fenster. Ebenso wird die Möglichkeit bestehen, auf der oberen und unteren Seite des Würfels Nachrichten oder ähnliches abzulegen. Grundsätzlich sollte Xgl mit jedem Windowmanager, insofern dieser eine Unterstütztung dafür mit sich bringt, laufen. Als Grafikchip sollte es dann, um wirklich alle Features flüssig genießen zu können, schon eine eigenständige Grafikkarte sein. Ein Mitarbeiter hatte es uns auf einem Notebook mit integrierter Grafik gezeigt auf dem das Desktopumschalten mit mehreren Fenstern dann schon stockend ablief.
Video(4.05MB): Download
Bei MSI konnte man einige Überlegungen bewundern, wie man die Akkulaufzeit eines Notebooks verlängern kann. So wurden auf den Deckeln kleine Solarzellen montiert, die dann den Akku mit Strom versorgen. Das ganze sieht noch mehr nach einer Idee aus, zeigt aber, dass man sich Gedanken im Bezug auf Laufzeiten bei Laptops macht.
Auch die Handyhersteller hatten viel neues zu bieten. Bei Samsung haben wir uns mal das Mitte des Jahres erscheinende SGH-D870 näher angeschaut. Es ist vom Design her ein typischer Samsung-Slider. Jedoch nur etwa 13mm dick und damit der flachste Slider der Welt. Zusammengeschoben passt es dann so gut wie in jede Hosentasche. Bei der Ausstattung stellt man sich dann schon die Frage, wie das alles da reinpasst. So wird das Triband-Handy über einen TV-Ausgang, MP3-Player, 3-MP-Kamera mit Videofunktion und die fast nebensächlichen Dinge wie Telefonieren, SMS, MMS usw. verfügen. Ebenso besitzt das D870 einen MircoSD-Anschluss und wird mit 80 MByte internem Speicher daherkommen. Die Tasten ließen sich noch ein wenig sperrig bedienen und auch das Schießen eines Fotos dauerte mit 5 Sekunden bei dem Vorserienmodell noch viel zu lang. Eine Mitarbeiterin meinte dazu, dass daran bis zum Verkaufstart noch gearbeitet wird.
Auf dem BenqSiemens Stand gab es neben einigen neuen Modellen auch ein täuschend ähnliches K750i zu bewundern.
Der gerade "geklonte" Konkurrent SonyEricsson stellte den Nachfolger des sehr erfolgreichen K750i vor, welches den Namen: K800i trägt.
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