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Kolumnen
Autor: Marvin Frommhold | René Schröter |
CeBIT 2006 - Der Freitag |
veröffentlicht am: 17.03.2006 |
Am Stand von Elitegroup konnte man eines der Messehighlights näher betrachten - einen sogannten Ultra Mobile PC (UMPC), nach dem Konzept „Origami“ von Microsoft. Auf den ersten Blick könnte der H70, so der Name des Elitegroup Produktes, ein nützliches neues Arbeitsgerät darstellen. Es ist klein, handlich und ein vollwertiger PC im Sinne der Portabilität. Ausgestattet mit einem Touchscreen, diversen Anschlüssen wie USB, Kopfhörer usw., war in diesem Fall eine ultra-low-voltage Variante des Celeron M verbaut. Das installierte Windows XP Professional ließ sich sehr flüssig nutzen. Bedienen kann man das H70 wahlweise über die an den Rändern angebrachten Joysticks und Tasten oder per Touchscreen. Doch wenn man sich das Gerät genauer anschaut, kommt man schnell zu der Entscheidung, dass zumindest die erste Generation eher noch ein Spielzeug sein wird. Es wird an einigen Stellen extrem warm, so dass man selbst im Winter noch schweißnasse Hände bekommen würde. Auch die Akkulaufzeiten sind noch nicht für den alltäglichen Einsatz geeignet. Ebenso trüben die anfänglichen Preise von um die 1000€ das Bild noch weiter. Dennoch scheint hier für die Zukunft ein vielversprechendes Produkt zu entstehen, welches man auf jeden Fall im Auge behalten sollte.
Auch haben wir uns mal den P60 angeschaut. Dieser ist ein Wohnzimmer PC nach dem Viiv-Konzept von Intel. Von der Größe her auf jeden Fall sehr interessant, da er nur halb so klein wie ein normaler DVD-Player ist und desweiteren eben auch einen PC darstellt, was die medialen Möglichkeiten um ein Vielfaches erweitert. Doch als wir mal unter das Gerät gefühlt haben, mussten wir doch feststellen, dass auch dieses Produkt noch sehr mit dem Hitzeproblem zu kämpfen hat. Jedoch hat uns ein Mitarbeiter versichert, dass es bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Beschwerden von Kunden diesbezüglich gegeben haben soll. Man wolle aber dieses und auch andere Probleme in einer neuen Revision in Angriff nehmen. Mal schauen. ;)
Bei 1&1 wollten wir mehr über das neueste AVM-Produkt, die FRITZ!Box Fon WLAN 7170, wissen: Durch diese ist Internettelefonie ohne PC möglich. Das ADSL2+-fähige Modem besitzt neben 4 Lan-Anschlüssen, WLAN mit extra Ein-/Ausschalter nun auch einen USB-Anschluss, mit dem Geräte, wie Drucker und Speicher, im Netzwerk allen zur Verfügung gestellt werden können. Durch einen technischen Mitarbeiter am Stand haben wir in Erfahrung gebracht, dass man durch einen USB-Hub hier auch mehrere Geräte gleichzeitig anschließen kann. Jedoch ist es nur ein USB1.1-Anschluss. Doch auch hier haben wir von dem Mitarbeiter erfahren, dass man durch ein einfach durchführbares Firmware-Update auf volle USB2.0-Unterstützung upgraden kann. Auf die Frage, dass durch diesen Fakt schon ein Controller für USB2.0 verbaut sein muss und warum man diesen per Software beschränkt konnte bzw. wollte er uns leider keine Antwort geben.
Ebenfalls am 1&1-Stand wird ein neues Portal präsentiert - Maxdome. Dieses Internetportal von ProSiebenSat.1 und 1&1 bietet das komplette Programm der zur Gruppe gehörenden Sender per Video-On-Demand an. Zum Angebot sollen viele Filme, anfangs nur jene, die schon eine TV-Premiere auf einem der Sender hatten, sowie Serien, Dokumentationen usw. zählen. Man benötigt dazu mindestens einen 2MBit-Anschluss, für DVD-Qualität sogar 6MBit. Man kann sich dann einfach aus der Online-Datenbank die gewünschte Sendung heraussuchen und per Live-Stream anschauen. Es soll sogar möglich sein, Folgen einer Serie, die erst noch gesendet werden, schon eine gewisse Zeit vorher gucken zu können. Zu den Tarifen und Preisen konnte man uns noch keine genaueren Informationen geben. Es soll aber mit großer Wahrscheinlichkeit eine Flatrate geben, mit der man für unter 10€ im Monat 400 Stunden Video schauen kann. Sind wir mal gespannt, was da auf uns zukommt.
Mehr Infos zum Modem: AVM Homepage
Mehr zu Maxdome: Maxdome Homepage
Auch Primecooler hat einige Neuigkeiten zu bieten. Gleich als erstes wurden uns die neu entwickelten Halterungen der Kühler gezeigt, wie zum Beispiel die des Primecooler PC-HC5+ CU. Da es in der Vergangenheit damit arge Probleme gab hat man sich dazu entschlossen das Konzept zu überarbeiten und die Probleme mit der Befestigung sollten nun, hoffentlich, aus der Welt geschafft sein. Ebenfalls neu im Angebot ist ein wahlweise in Kupfer oder Aluminium erhältlicher passiver Northbridgekühler. Durch sein durchdachtes Design, die vielen Rippen und Verschachtelungen, was zu einer großen Oberfläche auf diese Größe führt, sollte er zumindest in der Kupferausführung als guter Ersatz der neuerdings sehr lauten aktiven Lüftung auf so manchem Mainboard dienen. Desweiteren gibt es neue Speicherkühler, Fancontroller und einen Festplattenkühler für 3,5“ HDDs, welcher sehr an das Design von Zalman erinnert, doch ein anderes Kühlprinzip nutzen soll. Im Laufe des Jahres sind natürlich wie bei der Konkurrenz auch Kühllösungen für den neuen Sockel AM2 von AMD geplant.
Eine gänzlich neue Sparte will man mit einem japanischen Hersteller erreichen. Primecooler wird hierzulande die bekannten ExactPads von ExactGame vertreiben. Diese werden dabei in einer Aluminiumbox geliefert. Darin enthalten ist eine Art Schablone aus Gummi, in die man das Mauspad einlegt. Das Pad selber lässt sich von beiden Seiten nutzen, wobei die eine viel rauher ist. Die Mausunterlage wird in verschiedenen Ausführungen und Größen erhältlich sein und ist vor allem für Gamer und Grafikanwender gedacht. Zum Schluss haben wir noch erfahren, dass ebenfalls eine Gamer-Maus in Planung ist, die als Besonderheit zusätzlich Sensoren für Bewegungen in der Schräge (NW, NO, SW, SO) haben soll. Man wird von Primecooler dieses Jahr also noch einiges zu hören bekommen.
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